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Der Grundriss
bestimmt die Aufteilung des Aufbaus und ist so vielfältig wie die Wünsche der
Benutzer. Man sollte sich vor dem Kauf überlegen, auf welche Dinge man Wert legt
und was einem weniger wichtig erscheint. Vor einer Kaufentscheidung empfiehlt es
sich, das gewünschte Reisemobil mal für ein Wochenende zu mieten, um ein Gefühl
dafür zu bekommen, wie es sich mit diesem Grundriss und der gewählten Größe
lebt.
Grobe Stichworte zum Grundriss sind:
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integrierter, teilintegrierter oder Alkovenaufbau?
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Seitensitzgruppe oder Hecksitzgruppe?
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Küchenzeile im Heck oder an der Seite?
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Heckgarage oder lieber Doppelstockbetten etc,
Ich möchte Ihnen
auf dieser Seite einige Grundrisse verschiedener Hersteller als Beispiel und
Diskussionsgrundlage zeigen. Die Gliederung erfolgt nach:
Jede dieser Aufbauvarianten hat
ihre Vor- und Nachteile, die z.T. konstruktiv bedingt sind.
Alkovenmodelle benötigen bei gleicher Aufbaulänge und Gewicht mehr Treibstoff
als Teil- oder Vollintegrierte, da dieser Aufbau nicht unbedingt
strömungsgünstig ist. Sie sind aber in der Regel winterfester und der Alkoven
bietet viel Platz zum Verstauen des Bettzeug. Sie sind aber auch höher als Teil-
oder Vollintegrierte und haben damit einen höheren liegenden Schwerpunkt. Auch
möchten viele nicht für ein kurzes Schläfchen erst hochsteigen müssen, für
Kinder wiederum ist dies ein Abenteuerschlafplatz mit viel Überblick und Angst
vorm herausfallen haben nur die Eltern.
Teilintegrierte sind niedriger,
strömungsgünstiger und haben noch den Vorteil eines Standardchassis mit
Führerhaus. Der fehlende Alkovenschlafplatz muss hier halt in der größeren Länge
zur Verfügung gestellt werden.
Bei beiden Modellen kann man durch einen isolierenden Vorhang zwischen
Fahrerhaus und Aufbau den Wärmeverlust im Winter minimieren.
Vollintegrierte Mobile bieten
durch die Integration des Fahrerhauses ein großes Raumgefühl, sind aber mit den
großen Fensterscheiben in Einfachverglasung erheblich schneller aufgeheizt bzw.
abgekühlt. Die Fahrzeuglänge beginnt hier meist ab 6m und geht dann bis über 8m.
Auf solcher Länge lässt es sich natürlich komfortabler leben als in einem 4,9m
Aufbau.
Hier ist der ganze Frontaufbau vom Aufbauhersteller, vom Chassishersteller
kommen nur Chassisrahmen, Motor und Armaturenbrett. Das hat unter Umständen zur
Folge, dass Ölwechsel oder der Wechseln einer Scheinwerferbirne etc. zum
zeitraubenden Erlebnis werden. Auch sind die aufbauspezifischen Frontscheiben
evtl. in der späteren Ersatzteilbeschaffung nicht so ohne weiteres für alle
Fabrikate zu bekommen.
Eine Heckgarage bietet viel
Stauraum, beladen entlastet dieser aber über die Hebelwirkung die Vorderachse,
was bei einem frontgetriebenen Fahrzeug nicht unbedingt gewünscht ist.
Motorräder sollte man im Anhänger transportieren.
Wichtig: Bei Fahrzeuglängen über 6m sollte man sich sehr überlegen ob man
nicht auf ein Fahrzeug mit Heckantrieb geht und über 7m kommt man mit einem
zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5t garantiert nicht mehr hin.
Möchten Sie hierzu mehr
wissen kann ich Ihnen mit einer Beratung zur Seite stehen.
Alkovenmodell:
Links ist ein Alkovenmodell, bei dem eine
Hecksitzgruppe im Heck befinden. Der Aufbaueingang ist vorne. Die
Hecksitzgruppe kann zusätzlich zum Alkoven als Bett umgebaut werden. Leider muss
aber jeder, der den Wagen betritt und zur Hecksitzgruppe will, an demjenigen
vorbei, der an der Küchenzeile arbeitet.
Der Stauraum im Heck ist begrenzt, allerdings können zumindest die Betten im
Alkoven aufbewahrt werden. Für einen Mittagsschlaf kann man hier den Alkoven
benutzen, dann muss nichts umgebaut werden.
Auch der rechte Grundriss hat den
Eingang vorne, Bad, Toilette und Schränke sind hier im Heck. Die
Seitensitzgruppe kann als Bett umgebaut werden, dieses ist allerdings kleiner
als die linke Version.
Das Alkovenmodell
unten links hat im Heckbereich Doppelstockbetten, meist kann man bei diesen
Varianten das untere Bett hochklappen/schieben und damit eine kleine Heckgarage
realisieren. Achtung, manche Stockbetten sind nur für Kinder gedacht und haben
Einschränkungen in der Tragelast. Auch sollte man bedenken, dass diese "Garagen
oder Heckstauräume" nicht geruchsdicht (Generator, Benzin, Moped) sind und es
darüber im Bett meist kühler ist. Die Küchenzeile ist gegen über der Dinette.
Bad & Kleiderschrank sind im Heckbereich.
Unten rechts ist ein Grundriss mit seitlichem
Etagenbett (siehe oben) und Bad/Toilette im Heckbereich, der Eingang ist mittig,
die Sitzgruppe ist vorn. Der Küchenblock ist gegenüber der Sitzgruppe.
Nachteilig scheint mir hier die fehlende Ablagefläche für Kochen/Spülen und die
Platzeinschränkungen der Sitzgruppe, wenn an der Küchenzeile/Kühlschrank
gearbeitet wird.
Teilintegrierter Aufbau:
Links ist ein Grundriss eines
teilintegrierten Aufbaus abgebildet. Dieser Grundriss hat eine Sitzgruppe vorn
über die ganze Aufbaubreite, die zum Doppelbett umgebaut werden kann. Die
Fahrer/Beifahrersitze können zum Tisch hin drehbar sein. Der Eingang ist mittig,
der Küchenblock, Bad & Toilette sind hinten.
Der Grundriss rechts hat ein
Heckbett, das allerdings fest installiert ist. Die Sitzgruppe vorn kann zusammen
mit den drehbaren Fahrer/Beifahrersitzen genutzt werden.
Bei dem Grundriss unten das Festbett quer im Heck, Bad/Toilette und die
Küchenzeile sind davor. Die Rundsitzgruppe mit den drehbaren Fahrer/Beifahrersitzen ist
großzügig, aber in der Küche/Spüle fehlt die Arbeitsfläche zum Kochen/Spülen.
Vollintegrierter Aufbau:
Links ist ein Grundriss mit Hubbett
über den Fahrer/Beifahrersitzen und im Heck ein Querbett, das durch
Hochklappen/hochfahren auch zur "Heckgarage" umbaubar ist. Die Eingangstür ist
vorne, Bad und Küchenzeile sind vor dem Schlafbereich. Dieser Vollintegrierte
hat eine Fahrertür, was nicht immer so sein muss.
Beim rechten Grundriss sind Küche & Bad
im Heckbereich. Eine seitliche Längssitzbank und Sitzgruppe kann als Bett
umgebaut werden. Hier ist der Stauraum im Heck durch Küche/Bad begrenzt.
Unten links ist
eine weitere Variante mit Doppelbetten im Heck zu sehen. Die Sitzgruppe links
wird nicht umgebaut, der Eingang ist mittig, der Schlaf- Badbereich kann durch
eine Schiebetüre vom Wohnbereich getrennt werden. Dieses Raumkonzept lässt sich
aber erst ab 8m Länge und um die 5t zGM realisieren.
Bei der Abbildung unten rechts sind sowohl der Schlafbereich im Heck als auch
der Bad/Toilettenbereich durch Schiebetüren vom Wohn/Kochbereich getrennt. Die
Fahrer/Beifahrersitze sind in die
Sitzgruppe integriert. Auch dieser Grundriss lässt sich nur bei Fahrzeuglängen
über 8m und auf LKW-Chassis ab 5t realisieren.
Kastenwagenausbau:
Links ein Grundriss
eines ausgebauten Kastenwagens mit Hochdach. Hochdachversionen sind bedingt
alltagstauglich (Länge/Breite OK, Höhe nicht garagenkonform). Der Wagen hat eine
seitliche Schiebetüre, Küche & Bad sind in der Mitte, ein Doppelbett ist im
Heck. Bei diesem Modell lassen sich die Hecktüren des Kastenwagens öffnen.
Der rechte
Grundriss zeigt einen Kastenwagen mit Hochdach, einer kleinen Halbdinette vorn.
Küchenzeile und Bad sind in der Mitte, im Heck befindet sich eine
"Variositzbank", die zum Doppelbett umgebaut werden kann.
Aufbaukabinen für Pick-Up's
Diese bilden, genauso wie Expeditionsfahrzeuge, eine Sondergruppe, die meist
individuell gestaltet werden. Eine Abbildung von möglichen Grundrissen ist
deshalb hier nicht so sinnvoll.
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