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Vorwort
Hier möchte ich versuchen,
Touren, Ereignisse, Stellplätze und Campingplätze etc. zu beschreiben, die uns (meiner Frau,
mir und meinen zwei Enkeln) die größten Eindrücke hinterlassen haben.
Wir bevorzugen im Sommer
eigentlich Plätze, wo wir genügend Platz haben um anderen nicht auf den Teller
schauen zu müssen. Wir stehen deshalb gerne frei, aber über diese Plätzchen
möchte ich hier nicht schreiben. Ich hoffe, ich finde dafür Ihr Verständnis.
Alle Ziele orientieren sich
natürlich an unseren Freizeitaktivitäten und die sind im Sommer Wassersport,
Mountainbiken, Wandern (was heute „Trekking“ heißt) und Tennis.
Im Winter dreht sich das
ganze ums Skifahren oder Snowboarden.
Alle beschriebenen Plätze
oder Routen sollen nur Anregungen und Grundinformationen für Ihre eigenen Touren
geben. Ich habe deshalb auch den "romantischen Teil" sehr kurz gehalten.
Hinweis: Alle Koordinaten fürs Navi sind
„dezimale Werte“ von Längen (E)- und Breitengrad (N)
Folgende Touren Ereignisse und
Campingplätze sind auf den nächsten Seiten beschrieben:
Zermatt, Glacier Express und
ein bisschen Ski, die Erste
Zermatt, Glacier Express und ein bisschen Ski, die Zweite
Zermatt, Glacier Express
und ein bisschen Ski, die Dritte
Caravan Park, Sexten
Camping les Iles,
Korsika Ostküste
Tour Zentralfrankreich, von Montpellier
nach Lyon
Eine Fahrt mit dem Glacier
Express war schon lange mein Wunsch, nach Ostern sollte er verwirklicht werden.
Der Express durchfährt die grandiose Alpenwelt von West nach Ost (Zermatt nach
St. Moritz) oder umgekehrt. Ende April fanden wir als Termin ganz gut, im Tal
schon Knospen und Blumen, die Berge noch mit Schnee.
Diese Tour gibt es als Paket
von vielen Veranstaltern, aber wir sind nun mal Individualisten und können das
alles selbst organisieren. Mit dem Wohnmobil auf einen Campingplatz, am
Matterhorn in Zermatt und Cervinia ein bisschen Skifahren und von Zermatt aus
dann mit dem Glacier Express nach St. Moritz. Dort würden wir dann übernachten
und am nächsten Tag die gleiche Strecke wieder zurück fahren. Sollte das Wetter
schön bleiben, könnte man nochmals ein paar Skitage anhängen und die Skisaison
mit Abfahrten im Firnschnee ausklingen lassen.
Meine Frau übernahm die Suche
und Abstimmung für einen Campingplatz.
Die Internetseite des
Campingplatzes hatte auch einen Anreisevorschlag, was ja immer ganz hilfreich
ist und zwar:
Stuttgart – Bodensee – Chur –
Flims – Andermatt – Brig – Zermatt.
Diese Strecke schien in
Ordnung zu sein, zumal Chur für einen Stuttgarter eigentlich noch ein Heimspiel
ist.
Trotzdem gab ich das Ziel
auch in meinen ADAC-Tourenplaner auf dem Notebook ein und war ganz überrascht,
als mir vorgeschlagen wurde, über Zürich – Luzern - Interlaken – Kantersteg
Bahnverladung und Goppenstein nach Zermatt zu fahren.
Erstens war ich gar nicht
scharf drauf, mit dem Womo auf einem Zug zu fahren, zweitens zögert man als
Schwabe doch vor unnötigen Kosten und drittens hatte ich mich schon auf die
erste Ausfahrt mit dem Wohnmobil gefreut. Mein Motto lautet ja: „Der Weg ist das
Ziel“ und den wollte ich mit dem Wohnmobil bewältigen.
Aber sicher ist sicher, lass
mal die Routenplaner vom Internet an die Sache, wer weiß, was die in dem
ADAC-Planer alles berechnen.
Der Planer aus dem Internet
sagte auch „via Chur“, die Nachbarn sagten auch „via Chur“, also wurde das Navi
mit Zermatt programmiert. Auch das Navi fand sofort den Weg über Bodensee, Chur,
Flims und Andermatt, also alles paletti.
Am 12.4. fuhren wir los, Die
Strecke nach Chur fand unser Brummi im Schlaf, das Neue war die B19 nach Flims
in Richtung Andermatt. Auf der Strecke waren auch ein paar Hinweisschilder,
Lukmanierpass offen, Oberalppass gesperrt und ab Tschamut eine Höhenbegrenzung
auf 3,90m.
Das war alles nicht für uns,
das Navi war auf Zermatt programmiert und meine beste Ehefrau von allen hatte
die Karte auf dem Schoß und sagte dauernd „wir sind richtig“. Da konnte ich mich
doch voll auf die Fahrfreude konzentrieren.
Mit meiner Freude war es
allerdings rasch vorbei, am Ortsende von Tschamut war ein Schild „Durchfahrt
verboten“ und ein Schild „Fußgänger erlaubt“. Zwanzig Meter weiter war ein
Schneewall von ca. 1m Höhe und das ganze war ein definitiv gesperrter
„Oberalbpass“, der noch seine Wintersperre hatte.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir
noch Luftlinie ca. 30Km von Zermatt entfernt.
Mit Hilfe der guten alten
Straßenkarte (ich habe immer eine dabei) und der ADAC-Infoline fanden wir
schnell heraus, dass auch die Ausweichpässe Furka, Grimsel etc. noch
Wintersperre hatten.
Der ADAC-Tourenplaner
hatte dies berücksichtigt, die verdammten Navi und die Internet-Tourenplaner
haben von „Wintersperren“ verschiedener Alpenpässe noch nie was gehört
und ich habe geschlampert und allem vertraut, nur nicht dem Richtigen. Wenn wir
nach Chur zurückfahren würden, um auf die Route Interlaken, Kandersteg zu kommen
würde das einen Umweg von ca. 300Km bedeuten, denn wir waren im Osten und
müssten dann von Westen anfahren.

Zermatt, Glacier Express und ein bisschen Ski, die Zweite
Wie schon gesagt, mein Motto
lautet „Der Weg ist das Ziel“ und unter einem solchen Motto gibt es immer einen
Weg, und die Papierkarte zeigte mir auch eine Lösung:
Ca. 20Km zurückfahren und
dann über den offenen Lukmanierpass in Richtung Süden nach Bellinzona und dann
nach Locarno. Von dort gab es eine Landstraße durch die Melezza-Schlucht nach
Domodossola. Das liegt allerdings schon in Italien. Von Domodossola kann man
dann über den Simplon-Pass wieder in die Schweiz nach Brig und dann nach Zermatt
kommen.
Die bange Frage meiner
liebsten Ehefrau „und du glaubst, mit dem Wohnmobil schaffen wir diese Pässe und
die Steigungen (17%) „ beantwortete ich in vollster Überzeugung und voller
Vertrauen auf unseren zwillingsbereiften Heckantrieb mit „ Ja, natürlich, wenn
nicht wir, wer dann“. Ein weiteres Lieblingsmotto von mir ist „No Risc, no Fun“.
Eine Fahrt über den
Lukmanierpass (1972m) kann ich wirklich nur empfehlen. Eine gut ausgebaute
Straße und eine ausnehmend reizvolle Landschaft. Für Wohnwagengespanne ist der
Pass allerdings tabu, die größte Steigung beträgt 12%.
Von Pollegio, dem Ende des
Passes ging es dann über die Autobahn bis Locarno. Ab dort geht es dann über
Minusio in die Melezza-Schlucht. Die schmale Bergstraße windet sich hier auf
Pfeilern durch die Schlucht und gewährt einem oft tollen Ausblicke auf den Fluss
und einen Stausee. Die größte Steigung beträgt allerdings 17%, die Straße ist
teilweise nur 2,60m breit. Man sieht hier pittoreske Bergdörfer in den Schluchten
kleben und mitten in der Wildnis ist die Zollstation nach Italien.
In St. Maria Maggiore gibt es
einen tollen Stellplatz in den Lärchenwäldern, weit weg von der Straße. Seine
Koordinaten sind N 46.13139°, E 8.45578°,
Höhe 816m.
Weiter geht es auf der SS 337
nach Domodossola und von dort aus auf der A9 Richtung Norden zum Simplonpass.
Kurz vor dem Pass quert man wieder die Grenze, diesmal zurück in die Schweiz.
Der Simplonpass (2005m) ist hervorragend ausgebaut und führt über eine tolle
Alpenlandschaft nach Brig.
Sehenswert ist hier die
Bahnhofsanlage für die Autoverladung aus den 20-iger Jahren.
In der Nähe waren wir gestern
schon mal, aber jetzt sind wir auf der richtigen Seite und bis Zermatt, genau
gesagt bis Randa/Täsch zum Campingplatz ist es nur noch ein Katzensprung.
Der Campingplatz kurz vor Zermatt heißt Attermenzen, ist ein ACSI-Platz, hat
normale Ausstattung inklusive Restaurant und kostenpflichtiges WLAN. Seine
Koordinaten sind N 46.08595°, E 7.78196°,
Höhe 1414m. Auf dem Campingplatz ist hervorragender DVB-T Empfang, auch von
deutschsprachigen Sendern.
Zermatt
ist eine autofreie Zone, die letzte Parkmöglichkeit ist in Täsch. Von dort aus
kommt man entweder mit der Matterhornbahn oder dem Taxi weiter. Die
Transportpreise sind der Exklusivität angepasst, eine einfache Fahrt pro Person
an den Ortsrand von Zermatt kostet zwischen 5€ (Zug) oder 6€ mit dem Sammeltaxi.
Auch vom Ortsrand von Zermatt zum Bahnhof oder zur Liftstation sollte man den
Skibus (kostenfrei) oder ein Elektrotaxi (pro Fahrt und Person 5€) nehmen.
Zermatt
ist eine Stadt voller Widersprüche, am Ortsrand hässliche Beton - und
Schotterwerke und einen alten Ortskern mit typischen Walliser Gebirgshäusern,
der aber immer wieder mit funktionellen
Betonbauten „aufgelockert“ wird. Genauso gemischt ist das Publikum, Zobel und
Dufflecoat findet sich neben vliesgekleideten Bergsteigern mit
Klettergurt und der Rucksack mit Seil, Steigeisen
und Eispickel wird neben Louis Vuitton Taschen in der Pferdekutsche verstaut.
Das Skigebiet am Matterhorn,
mit Gornergrat, Plato Rosa und auf der
italienischen Seite mit Cervinia ist mit meist blauen und roten Pisten sehr
familiengerecht, abseits und mit geländekundiger Begleitung bietet sich aber ein
variantenreiches Skigebiet mit allen Schwierigkeiten. Eine Tageskarte inklusive
der italienischen Seite kostet pro Erwachsenen 65€.
Der
Glacier Express
verbindet die Westschweiz mit dem östlichen Teil.
Er ist Teil des schweizerischen Bahnnetzes und fährt fahrplanmäßig das ganze
Jahr. Bei starkem Schneefall wird die Strecke vorher mit der Fräse freigemacht.
Von Zermatt nach St. Moritz dauert die Fahrt ca. 6 Stunden und kostet hin und
zurück pro Person inklusive Platzreservierung ca.165€.
Zuerst einmal ein paar
geografische und technische Details:
Die Bahn wurde 1889 eröffnet
und bis 1926 ausgebaut. 1930 nahm der heutige Glacier Express den Sommerbetrieb
auf. Mit der Eröffnung des Furka-Basistunnels 1982 war erstmals ein ganzjähriger
Betrieb möglich.
Die Route führt von Zermatt
im Wallis über Brig, Andermatt, den Oberalppass (Wintersperre bis Mai für KFZ,
haha), Disentis und die die Rheinschlucht nach Chur in Graubünden. Von dort geht
es weiter über das berühmte 130 m lange und 65m hohe Landwasser-Viadukt über die
Albula-Linie nach St. Moritz im Engadin.
Die
Strecke führt vorbei an vielen landschaftlichen Highlights wie Oberalppass,
Rheinschlucht, der Schluchten bei Preda und endet zum Schluss am Matterhorn.
Dabei werden 291 Brücken überquert und 91 Tunnels befahren. Bei Preda werden
drei bahntechnische Meisterleistungen durchfahren, nämlich schlaufenförmige
Tunnels zur Bewältigung der Höhendifferenzen. Im Berg macht der Tunnel eine
Schleife und der Glacier Express kommt ca. 100m über dem Tunneleingang wieder
ans Tageslicht. Das Ganze wird dann noch 2x wiederholt.
Die ganze Fahrt dauert ca.
7h, für einen Eisenbahnfan ist die Fahrt ein absolutes Muss und auch die
Genießer von Natur und Landschaft kommen voll auf ihre Kosten.
Falls Sie beim Lesen auf den
Geschmack gekommen sind, es gibt noch ähnliche, aber erheblich kürzere, Strecken
und zwar:
Caravan Park, Sexten
Im Frühsommer 2009 wollten
wir mit dem Wohnmobil einen Urlaub mit einem gewissen Komfort verbringen. Fürs
Mittelmeer oder die Ostsee war es uns noch zu kalt, deshalb haben wir uns gleich
fürs Gebirge entschieden, da war klar was wir an Kleidung brauchen würden.
Wir suchten einen
Campingplatz mit genügend Platz fürs Womo, unsere Stühle und genügend Raum zum
Atmen, gute und warme sanitäre Einrichtungen und möglichst noch mit einem
Schwimmbad in der Nähe.
Entschieden haben wir uns
dann für den „Caravan Park Sexten“, (E12.39959, N46.66824, Caravan Park Sexten)
im nördlichen Teil der Dolomiten, an der Grenze zu Österreich. Der Katalog und
die Internetseiten versprachen einiges, aber Papier und das Web ist geduldig, der persönliche
Augenschein ist wichtiger.
Die Anreise über die
Brenner-Bundesstraße war problemlos, wir haben aber an der Mautstelle Sterzing
auf dem dortigen Stellplatz (E11.43325, N46.88231, Autocamp Sadobre) eine
Übernachtung eingelegt. Der Stellplatz ist bewacht, sehr ruhig und liegt direkt
neben einem Restaurant, dessen Pizza absolut zu empfehlen ist.
Der Rest der Fahrt durchs
Pustertal über Brunneck war problemlos und landschaftlich sehr schön.
Der Campingplatz war eine
Überraschung, landschaftlich schön gelegen, weitläufig und alle Gebäude und
Sanitäreinrichtungen im Stil alter Bauernhäuser aufgebaut.

Bei den Stellplätzen kann man
wählen zwischen Standard-, Komfort- und Premiumplatz mit einer Fläche von bis
ca. 200 m2. Alle Plätze besitzen einen Stromanschluss mit Zähler,
Frischwasser, Grauwasser und Schwarzwasserentsorgung sowie einen
TV-Kabelanschluss. Der Campingplatz wird ganzflächig mit WLAN abgedeckt und
ermöglicht damit überall einen Internetzugang.
Vor dem eigentlichen
Campingplatz gibt es auch einen Stellplatz mit Stromanschluss.
Zuerst ist mal alles da, was
einen guten Campingplatz auszeichnet:
- Restaurant, Taverne, Laden,
Kinderspielplätze etc.
Was man aber nicht auf jedem
Campingplatz findet sind:
- Sehr schönes Hallenbad mit
Schwimm- und Liegebereich im Freien, Sauna, einen absolut ruhigen Ruheraum und
ein breites Wellnessangebot sowie ein separat gelegenes „Baumhaus-Bad“.
Dieses Angebot ist allerdings
in den Platzgebühren nicht beinhaltet.

Der Platz ist ideal als
Ausgangspunkt für Wandern, Mountainbiken, Skifahren oder Klettern. Direkt vor
dem Platz befindet sich die Bushaltestelle und an der Rezeption kann man eine 7
Tage-Karte lösen und ist damit im ganzen Bereich bis Bozen beweglich.
Im August haben wir dann
nochmals für eine Woche dort haltgemacht und festgestellt, dass in der
Hauptsaison alles ein bisschen anders aussieht.
Direkt vor dem Campingplatz
betreibt der Besitzer einen Stellplatz für Wohnmobile, mit Strom aber ohne
Wasser. Alle Stellplatzbenutzer benutzen die Wasch- und Toilettenmöglichkeiten
des Campingplatzes.
Zwischen 8 und 10 Uhr morgens
ist deshalb auch für die voll zahlenden Gäste erst mal Warten angesagt.
Mein Fazit:
Toll in der Nebensaison, aber
in der Hauptsaison sollte man in meiden.
Camping les Iles, Korsika Süd-Ostküste
Korsika, meine Lieblingsinsel
stand wieder auf dem Programm. Aufgrund der bayrischen Schulferien allerdings
noch teilweise in der Hauptsaison. Von Mitte August bis Mitte September haben
wir dort unseren Urlaub verbracht.
Die Anfahrt erfolgte über
Livorno, dort gibt es übrigens direkt am Fährhafen einen Stellplatz mit VE.
Preisgünstig sind die „Nachtfähren“, die um ca. 22 Uhr ablegen. Buchen kann man
direkt am Fährhafen, die Preise sind nicht anders als im Internet und man ist
flexibler.
In den folgenden
Urlaubswochen haben wir die Ostküste hinunter bis Bonifacio mit seinen
Campingplätzen abgefahren.
Zu den Campingplätzen auf
Korsika muss man aber hier schon ein paar Worte verlieren.
Viele Campingplätze sind
wirklich nur für Camper geeignet, entweder sind die Wege darauf zu eng, das
Terrain zu felsig oder die Bäume zu klein um mit einem „normalen Wohnmobil“ von
6,5m Länge und 3m Höhe einen Standplatz zu finden.
Alles was im Internet steht
oder abgebildet ist entspricht nur ganz grob dem was man vorfindet.
Wir „schnorcheln“ deshalb die
Plätze ab, schauen ob er unseren Vorstellungen und unserer Womo-Größe entspricht
und entscheiden dann.
Es gibt keine verlässlichen
Wertungen, man findet alles.
Den 5 Sterne Platz mit einer
seltsamen Auffassung von „sauberen Waschräumen“ genauso wie den 3 Sterne Platz
mit richtig sauberen Wasch- und Toilettenräumen, Toilettenpapier und
Mischgarnituren für kalt/warm in Dusche und Waschbecken.
Einen dieser besuchten
Campingplätze möchte ich hier vorstellen.
Den
Campingplatz „Camping les Iles“ bei Bonifacio,(
www.camping-desiles.com).
an der Südspitze von Korsika.
Die GPS-Koordinaten sind N41.3005, E009.21151. Geöffnet ist der Platz von April
bis Ende Oktober, er hat zwar „nur 3 Sterne“ aber dafür Schwimmbad, Tennis,
Kinderspielplätze, Billard, Schach, Restaurant und Minimarkt.
Alle Waschräume, Duschen und
Toiletten haben Wasser nach Wunsch, d.h. warm/kalt. Dies ist in Frankreich nicht
unbedingt Standard. 
Vom Campingplatz aus hat man,
bei klarem Wetter, eine tollen Ausblick über die Meerenge zwischen Korsika und
Sardinien (auf diesem Bild ganz oben).
Der Strand ist allerdings ca.
900m entfernt und ist für Surfer und Kiter ein absoluter Hotspot, da er in der
Meerenge von Korsika/Sardinen liegt und durch den Düseneffekt eine stabile und
starke Durchlüftung erfolgt. Eine Tauch- und eine Segelbasis runden die
Wassersportmöglichkeiten ab.
Der Spot ist allerdings
kleiner als sein Pedant „Port Pollo“ auf der gegenüberliegenden Küste von
Sardinien.
Zentralfrankreich, von Montpellier nach Lyon
Weil mir die Autobahnfahrt zu
langweilig war, habe ich meine Rückreise von Südfrankreich teilweise über
Distrikt- und Nationalstraßen durchgeführt. Was anfangs nur aus einer Laune
heraus geplant wurde hat sich im Nachhinein als wunderbares Erlebnis durch eine
tolle und faszinierende Landschaft herausgestellt.

Von Leucate, meinem
bevorzugten Surfrevier kommend, bin ich auf der N9 bis Pèzenas (kurz vor
Montpellier) gefahren um dann für die ersten 120 km die dort kostenfreie
Autobahn zu benutzen. Es gibt keinen anderen direkten Aufstieg in das Gebirge
des l´Herault. Die Autobahn ist mit Ihren Kurven und Steigungen auch nicht immer
als solche zu erkennen.
Nach ca. 80 km fragt man sich
wo die Autobahn den hingeht denn vor einem türmt sich eine Felswand auf, über
die keine Straße gehen kann. Der Anblick ist absolut fantastisch.
Danach kommt wieder ein Stück
„Möchtegern-Autobahn“, dann wieder ein Teil der gut ausgebaut ist.
Jetzt ist man auf einem
Hochplateau, ca. 1200m, mit einer sehr kargen Landschaft.
Bei der Ausfahrt 48 sollte
man aber die Autobahn verlassen, denn erstens wird diese ab da mautpflichtig und
zweiten kommt jetzt wieder ein interessanter Teil. Über die D7, die D999 und
dann über die N9 fährt man Richtung Millau.
Auf der N9 fährt man unter der höchsten
Brücke Europas, dem „Viaduct de Millau“ durch. Auf dieser filigran wirkenden
Brücke überquert die Autobahn das Tal der Tarn.
Von Millau geht es dann über
die D907 und wenn man will über die D986 oder N106 nach Mende.
Achtung: Die direkte D986 hat eine Höhen-
und Breitenbegrenzung (4m / 2,2m).Die Landschaft entschädigt einen aber für
manche Kurbelei.

Die Begrenzung hat ihren
Grund
in dieser Brücke !!
Aber die Aussicht ist grandios.
Von Mendes geht es am besten
über die N88 nach le Puy en Velay und von dort über die D103 und D46 durch
das Tal der Loire nach St. Etienne.
Zwischen Mende und le Puy
liegt der Lac de Naussac. Es ist ei touristisch erschlossener Stausee. Man kann
dort Segeln, Windsurfen, Tauchen und auch „Segel waschen“. Außerdem eignet sich
der Parkplatz am See in der Nebensaison gut zum übernachten. Die Pizzeria ist
allerdings, wie so vieles in Frankreich, in der Nebensaison ab Mitte September
geschlossen.
Von St. Etienne nach Lyon und
um Lyon herum habe ich aber dann wieder die Autobahn benutzt, denn Lyon und die
Peripherie muss man sich nicht wirklich antun.
Diese Tour führt einen durch
eine landschaftlich sehr abwechslungsreiche und herbe Landschaft. Um das zu
genießen sollte man dafür allerdings mindestens 2-3 Tage Zeit einplanen.
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